Babyzimmer

Babyzimmer Ratgeber

Den ersten Lebensabschnitt wird Euer Kind im Babyzimmer verbringen. Deshalb solltet Ihr das Zimmer so gestalten, dass sich sowohl Euer Baby darin wohlfühlt, als auch Ihr als Eltern alles in greifbarer Nähe haben, was Ihr für Euer Baby benötigt. Im Alltagsstress sollst Du nicht erst lange überlegen müssen, wo Du was verstaut hattest. Die Möglichkeiten und der Gestaltungsspielraum sind groß. Im folgenden Abschnitt wollen wir Euch eine erste Inspiration geben, gepaart mit Aspekten, die Ihr bei Eurer Kaufentscheidung berücksichtigen solltet. 

Das richtige Bett

Anfangs wird Euer Baby viel Zeit im Bett verbringen. Im Schnitt schlafen Neugeborene bis zu 16 Stunden am Tag. Die Wachzeiten nehmen zwar von Woche zu Woche zu, allerdings bleibt das Bett eins der wichtigsten Elemente des Kinderzimmers. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Euch vor der Geburt genügend Zeit nehmt, um das richtige Bett auszusuchen. Bitte beachtet, dass die Lieferzeit von Möbeln mehrere Wochen betragen kann, bei Lieferengpässen sogar bis zu drei Monate.
Mit dem passenden Bett wird sich Euer Baby wohlfühlen und möglichst tief und fest schlafen. Das verschafft auch Euch eine wohlverdiente Verschnaufpause, in der Ihr Euch erholen und stärken könnt.
Was aber sind die gängigsten Bettarten? 

Gitterbett

Das Gitterbett ist der Klassikern unter den Kinderbetten und ist sehr funktional. Die meisten Gitterbetten sind höhenverstellbar. Bei einem Frischgeborenen hängt Ihr die Liegefläche ganz oben ein. Das erleichtert das Reinlegen und Rausnehmen Eures Baby. Sobald das Baby anfängt mobiler zu werden, könnt Ihr die Liegefläche stufenweise tiefer hängen und so verhindern, dass das Baby rausfällt. Sobald Euer Kind anfängt zu laufen, könnt Ihr ein paar Gitterstäbe rausnehmen, damit es eigenständig raus- und reingehen kann. Manche Modelle können sogar zu einem herkömmlichen Kinderbett umfunktioniert werden, indem die seitlichen Gitterwände sowie die Verlängerung der fuß- und kopfseitigen entfernt werden. Habt Ihr Euch für ein Gitterbett mit 1,40m Länge entschieden, kann Euer Kind durchschnittlich bis zum 7. Lebensjahr darin schlafen. Das ist auch der Grund, warum Gitterbetten auch als Juniorbetten bezeichnet werden.

Beistellbett

Wie der Name schon verrät, wird ein Beistellbett an das Bett der Eltern beigestellt. So ist das Baby Nachts  immer in Eurer Nähe und durch eine Öffnung in Richtung Elternbett müsst Ihr noch nicht mal aufstehen, um an Euer Baby zu gelangen. Gerade für das häufige Stillen in den ersten Monaten sind diese Betten ein willkommenes Möbelstück. Aufgrund ihrer kleinen Bauweise eignen sich die Beistellbetten lediglich für die ersten wenigen Monate. Ab etwa dem vierten bis sechsten Monat fangen die meisten Eltern an, ihr Baby an das eigene Bett im Kinderzimmer einzugewöhnen.

Stubenwagen

Stubenwägen bestehen aus einem Gestell, einem Korpus und Rollen, mit deren Hilfe Ihr das Bett von Raum zu Raum schieben könnt. Aufgrund der großen Mobilität ist er für die ersten Wochen und Monate eine sehr beliebte Bettart. So kann Euer Baby nachts zusammen mit Euch im Schlafzimmer schlafen und tagsüber könnt Ihr den Stubenwagen in jedes beliebige Zimmer mitnehmen, in dem Ihr Euch aufhaltet. Die meisten Stubenwägen haben eine Wippfunktion, mit der sich manche Babys schneller beruhigen oder nach dem Weinen schneller einschlafen. Sollte die Wippfunktion bei Eurem Baby nicht gut ankommen, dann könnt diese durch eine Arretierung abstellen.

Schlafkorb

Maximale Mobilität habt Ihr mit einem Schlafkorb, da er aufgrund des geringen Eigengewichts sehr leicht zu transportieren ist und nahezu überall abgestellt werden kann. Vor allem für Besuche oder auf Reisen ist dieser ein idealer Begleiter. Aufgrund der begrenzten Größe kann der Schlafkorb etwa bis zum 7. Lebensmonat eingesetzt werden.

Familienbett

Ein Familienbett bietet Platz für alle Familienmitglieder. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die körperliche Nähe zu den Eltern fühlt sich das Kind beschützt und kann sich besser entspannen. Theoretisch könnte das Kind bis zum Grundschulalter bei Euch im Bett schlafen. Je länger es allerdings ein Bett mit Euch teilt, umso schwerer wird es das Kind auf das eigene Bett umzugewöhnen. Aus diesem Grund und für die Entwicklung der Kinder zu selbständigen Individuen wird empfohlen, dass das Kind möglichst früh lernt, im eigenen Bett zu schlafen. Der Vollständigkeit halber möchten wir erwähnen, dass einige Mediziner die Ansicht vertreten, dass mit einem Familienbett auch Gefahren einhergehen. Insbesondere für Säuglinge besteht Erstickungsgefahr, weshalb sich im ersten Jahr ein Beistellbett besser eignet. 

Der Wickelplatz

Für viele Babys gehört das Wickeln nicht zur schönsten Seite des Babydaseins. Anfangs wissen sie nicht, was ihnen geschieht. Jedenfalls fühlt es sich für sie ungewohnt und manchmal unangenehm an. Damit der Wickelprozess für beide Seiten so angenehm wie möglich abläuft, solltet Ihr eine Wickelecke im Babyzimmer einrichten, in der alle benötigten Utensilien in greifbarer Nähe sind. Was aber macht einen gut eingerichteten Wickelplatz aus? Das beantworten wir in den folgenden Zeilen:  

Wickelkommode bzw. Kommode mit Wickelaufsatz

Hauptbestandteil eines jeden Wickelplatzes ist die Wickelkommode. Bei der Wickelkommode solltet Ihr auf eine geeignete Höhe achten. Ideal ist eine Wickelhöhe knapp über dem Bauchnabel der Eltern. Falls die Kommode zu niedrig ist, könnt Ihr sie mit einer Wickelauflage auf die richtige Höhe individuell anpassen. 
Ihr habt die Wahl zwischen einer Wickelkommode, in die ein Wickelaufsatz integriert ist oder einer herkömmlichen Kommode, die mit einem separaten und passenden Wickelaufsatz zu einer Wickelkommode umfunktioniert werden kann. Muss Euer Kind nicht mehr gewickelt werden, baut Ihr den Wickelaufsatz wieder ab und könnt das Möbelstück wieder als normale Kommode im Kinder- oder in jedem anderen Zimmer benutzen.
Wichtig ist, dass 
Kommode an der Wand befestigt wird. Kommoden können bei vollen und geöffneten Schubladen schnell zum kippen. Außerdem dürft Ihr Euer Baby niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelauflage lassen. Bei Neugeborenen erwartet man nicht, dass sie sich abrollen und stürzen könnten. Die Realität zeigt aber ein anderes Bild. 

Heizstrahler für den Wickelplatz

Babys lieben Wärme und sind kältere Umgebungen nicht gewohnt. Spüren sie Kälte auf der Haut, werden sie schnell quengelig. Beim Wickeln und insbesondere beim Anziehen nach dem Baden empfiehlt es sich mit einem Heizstrahler für eine angenehme Umgebungstemperatur zu sorgen. 

Die Temperatur sollte weder zu kalt, noch zu warm sein. Insofern ist es wichtig den Heizstrahler in der richtigen Höhe anzubringen. Auch Einhaltung von Mindestabständen zur Decke, zu Wänden oder zu angrenzenden Möbeln sollte bedacht werden. Als Faustregel gilt: 

  • Abstand Wickelkommode und Heizstrahler: 100 cm
  • Abstand Heizstrahler und Decke: min. 35 cm
  • Abstand Heizstrahler und Wand: min. 20 cm
  • Abstand Heizstrahler und angrenzende Möbel: min. 20 cm

Bitte Gebrauchsanweisung der Hersteller aufmerksam durchlesen, weil die Abstände  abhängig vom Modell von oben genannten Werten abweichen können.

Ein sinnvolles Feature ist die Abschaltautomatik. Solltet Ihr in der Hektik mal vergessen das Gerät auszuschalten, schaltet es sich nach einer gewissen Zeit von selbst ab.

Den Heizstrahler braucht Ihr vor allem im ersten Lebensjahr. Danach können Babys ihre Körpertemperatur besser regulieren. 

Windeleimer

Über den Tag verteilt kommen einige Windel zusammen. Ein Windeleimer hält nicht nur Gerüche zurück, sondern sorgt auch dafür, dass eventuelle Keime nicht im Haushalt verteilt werden. Hier findest Du eine Auswahl der aktuell angebotenen Modelle:

Windeleimer mit Deckel

Dabei handelt es sich um ein Eimer mit normalem Deckelverschluss, die in der Anschaffung relativ günstig sind. Der Verschluss ist dabei i.d.R. gut abgedichtet. Wie bei jedem Mülleimer können beim öffnen des Deckels jedoch Gerüche entweichen.

Drehverschluss

Bei diesem Windeleimer werden die Windeln in ein Auffangbehälter geworfen. Im Anschluss wird dieser Auffangbehälter umgedreht und die Windeln landen in einem Müllsack, der später leicht entnommen werden kann. Der Verschluss ist relativ dicht und verhindert Geruchsbildung.

Twister

Beim Twister System müsst Ihr ringförmige Kassetten kaufen. Jede weggeworfene Windeln landet in einzelnen Müllbeuteln. Dadurch wird der Geruch sehr gut isoliert. Allerdings habt Ihr durch den ständigen Nachkauf der Kassetten laufende Kosten. Außerdem ist das nicht die umweltfreundlichste Variante.

Hier noch eine Auflistung der Dinge, die Ihr brauchen werdet und/oder optional kaufen könnt:

  • Kleiderschrank
  • Krabbeldecke
  • Babywippe
  • Laufgitter
  • Spieltrapez
  • Mobile über dem Bett oder der Wickelkommode
  • Nachtlampe
sparcula
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