Sicherheit

Ein sicheres Zuhause

Da Euer Baby in den ersten Wochen und Monaten bei in einem Beistellbett bei Euch liegen wird, sind Sicherheitsartikel weniger nicht sofort notwendig. Da das aber nicht immer so bleiben und Euer Baby bald auch alleine schlafen und später spielen wird, werdet Ihr ein Babyphone brauchen, womit Ihr Euer Baby jederzeit im Auge behalten könnt. 

Babyphone

Aktuell gibt zahlreiche Babyphones mit unterschiedlichen Features auf dem Markt. Die Bandbreite ist groß und reicht von einfachen Systemen, die lediglich die Stimme übertragen bis hin zu Geräten, neben einer Bildübertragung auch beispielsweise die Temperatur im Raum messen können und mit denen Ihr mit Eurem Kind sprechen könnt. Die Anzahl der Funktionen bestimmt dabei maßgeblich den Preis. Bei der Auswahl eines Babyphones solltet Ihr auf folgende Kriterien Wert legen: 

  • Zuverlässige Verbindung und hohe Reichweite
  • Intuitive Bedienung
  • Lange Akku-Betriebszeit (mind. 4-5 Stunden)
  • Robuste Hardware
  • Gute Tonqualität
  • Hohe Auflösung der Bildübertragung, auch bei Dunkelheit
  • Zusätzliche Features: Schlaflied- und Nachtlichtfunktion sowie Walkie-Talkie-Funktion

Im folgenden Abschnitt haben wir für Euch die aktuell gängigsten Modelle kurz zusammengefasst. 

Nur Tonübertragung

Hierbei handelt es sich um das klassische Babyphone, das aus einem Sende- und einem Empfangsgerät besteht. Das Sendegerät müsst Ihr ans Bett Eures Babys stellen und das Empfangsgerät habt Ihr jederzeit griffbereit, ob im Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder in der Küche. Mit der Gegensprechfunktion könnt Ihr mit Eurem Baby sprechen, sollte es mal aufwachen oder unruhig sein. Die gewohnte Stimme der Eltern reicht oft aus, damit das Baby wieder weiterschläft und Ihr nicht jedes Mal in das Kinderzimmer laufen müsst.

Vorteile Nachteile  
+ Einfache Bedienung – Keine Bildübertragung  
+ Geringe Störanfälligkeit    
+ Günstiger Kaufpreis    
+ Lange Akkulaufzeit    

Im Stiftung Warentest 2020 das der Philips Avent SCD 723/26* mit einer Gesamtnote von 1,9 am besten abgeschnitten.

Mit Videoübertragung

Zusätzlich zur Tonübertragung könnt Ihr auch auf Babyphone mit einer Bildübertragung zurückgreifen. Diese haben den Vorteil, dass Ihr bei Unruhen Eures Babys das Kind jederzeit beobachten und entscheiden könnt, ob Ihr im Kinderzimmer vorbeischauen müsst oder nicht. Dank dieser Funktion wisst Ihr auch, ob das Baby zugedeckt ist und wohlbehütet im Bett liegt. Wie bereits erwähnt ist es wichtig, dass das Gerät eine ausreichend hohe Bildauflösung mit Nachtsichtfunktion hat. Bitte bedenkt, je höher Qualität umso kürzer ist meist die Akkulaufzeit. Die Privatsphäre ist uns wichtig. Deshalb legen wir Euch ans Herz Geräte zu kaufen, die eine sichere Verbindung mittels FHSS-Technologie gewährleisten. 

Vorteile Nachteile
+ einfache Bedienung – Kürzere Akkulaufzeit
+ Live Bildübertragung – Günstige Modelle meist mit schlechter Videoqualität
+ Nachtübertragung – Teurer als Geräte ohne Bildübertragung

In einem Vergleichstest wird durch Stiftung Warentest 2020 mit einer Gesamtnote von 2,1 das Philipps Avent SCD 845726 empfohlen. 

Webcams

Als „smarte“ Lösung eignen sich auch Webcams für die Überwachung Eures Babys. Der größte Unterschied zu den vorherigen Ausführungen ist die Anbindung an das heimische Netzwerk. Das hat den Vorteil, dass sowohl Bild als auch Ton über zugehörige Apps der Anbieter auf jedem beliebigen Endgerät (beispielsweise Smartphone oder Tablet) aufgerufen werden kann. So hat auch der Elternteil, der gerade nicht zuhause ist jederzeit und weltweit die Sehnsucht nach dem Baby stillen. In der Vergangenheit konnten Webcams leicht gehackt werden, da sie nicht ausreichend verschlüsselt waren. Dank moderner Verschlüsslungstechnologien ist das kaum mehr möglich., wenn überhaupt durch sehr großem Aufwand. 

Vorteile Nachteile
+ Weltweiter Zugriff – Abhängigkeit von der Internetgeschwindigkeit
  – Technische Hürden (Router, Smartphone/Tablet)
  – Aufwendige Einrichtung

Im Stiftung Warentest 2020 wird mit einer Gesamtnote von 3,0 die Ario ABC1000 empfohlen.

Babyphone Apps

Inzwischen sind zahlreiche Smartphone Apps verfügbar. Dies gilt auch für Apps, die als Babyphone-Lösung dienen. Die teure Anschaffung von Sende- und Empfängergeräten fällt weg. Hierfür sind jedoch zwei Smartphones mit der installierten Babyphone App notwendig. Eines bleibt beim Baby das andere bei den Eltern. Da Ihr Eure Smartphones jederzeit bei Euch habt, habt Ihr Euer Babyphone auch dabei, wenn Ihr beispielsweise auf Besuch oder im Urlaub seid. 

Vorteile Nachteile
+ Keine Anschaffung teurer Endgeräte – Hoher Akkuverbrauch
+ Einfache Lösung – Datenschutz (Datenübertragung über Cloud)
  – Zwei geeignete Smartphones notwendig
  – Schlechte Bildqualität im Dunklen

Im Stiftung Warentest 2020 konnten die aktuellen Apps nicht wirklich überzeugen. Die TappyTaps App, die sowohl für Android- als auch für IOS-basierte Endgeräte verfügbar ist, konnte mit der Gesamtnote 3,1 noch am besten abschneiden.

Mit der Zeit werden die kleinen aktiver und Du kommst kaum mehr hinterher. Natürlich ist die beste Vorsichtsmaßnahme, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Leichter gesagt als getan 🙂
Folgende Sicherheitsmaßnahmen solltest Du ergreifen, wenn Euer Baby mobiler wird:  

  • Steckdosenschutz
  • Kantenschutz für Eure Möbel.
  • Schränke sollten kippsicher befestigt werden
  • Schrank- und Schubladensicherung
  • Tür- und Fenstersicherung
  • Lauf- und Treppengitter
  • Nachtlicht
  • keine Möbel, Geräte oder Spielzeug spitzen oder scharfen Kanten
  • Gesundheitsschädliche Dinge wie Medikamente oder Reinigungsmittel nicht in greifbarer Nähe aufbewahren
  • Handschutzgitter für Euren Herd
  • Keine verschluckbaren Gegenstände herumliegen lassen 

Unfälle im Haushalt

Laut offizieller Statistiken ereignen sich in deutschen Haushalten mehr als 200.000 Unfälle pro Jahr, die durch präventive Maßnahmen vermeidbar gewesen wären. Ganz klar, 200.000 zu viele Unfälle! Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind die Ursachen auf folgendes zurückzuführen:  

  • 47 %  Stürze
  • 26 % Zusammenstöße
  • 15 % Verbrennungen
  • 5% Verbrühungen

Wie kann ich Unfälle vermeiden?

Ihr müsst euch als Elternteil in die Situation Eurer Kinder hineinversetzen. Geht dazu einfach auf die Knie und schaut Euch sozusagen mit „Kinderaugen“ im Haushalt um und fragt Euch:

  • Was ist für das Kind interessant? Bedenkt bitte, Kinder haben einen enormen Forschungsdrang.
  • Was kann ich als Kind alles erreichen?
  • Wo könnte ich hinaufklettern und runterfallen?
  • Wo könnte ich stolpern oder hinfallen?
  • Wo könnte ich mir den Kopf anschlagen?
  • Womit könnte ich mir, meinen Geschwistern oder Freunden wehtun?

Dadurch könnt Ihr relativ schnell alle wesentlichen Gefahrenquellen entdecken und durch geeignete Maßnahmen aus der Welt schaffen. Zusätzlich zu den oben genannten Sicherheitsvorkehrungen könnt Ihr mit folgenden Maßnahmen für ein kinderfreundliches Zimmer sorgen:

  • Kanten von Möbeln polstern
  • Stolperfallen aufräumen (z.B. Spielzeuge auf dem Boden, Teppiche rutschfest machen)
  • Möbel kippsicher montieren
  • Schubladen und Schranktüren sichern
  • Kindersicherungen am Fenster
  • Kindersicherungen an den Steckdosen
  • Nachtlicht im Zimmer und im Flur

Doch nicht nur im Kinderzimmer schlummern gefahren. Kleinkinder werden relativ schnell anfangen auf Tour zu gehen um ihre Umgebung eigenständig zu erkundschaften. Die größten Gefahren lauern zweifelsohne in der Küche oder im Bad, denn Ihr werdet es nicht vermeiden können, dass sich Eure Kinder auch in diesen Räumlichkeiten aufhalten.
Beim Kochen wird häufig an der Kante der Küchenplatte ein Messer, ein Glas oder heiße Kochtöpfe und Pfannen vergessen. Kinder sind neugierig und möchten danach greifen. Auch hier bietet sich an, die Küche aus dem Auge eines Kindes zu betrachten und so alle Gefahrenquellen abzustellen. Folgende Stichpunkte sollen Euch als Denkanreiz dienen:  

  • Abgegrenzter Spielbereich mit Laufgitter in der Küche
  • Spülmaschine und Backofen immer geschlossen halten und mit Kindersicherung versehen
  • Gleiches gilt für Schubladen und Schränke
  • Herd mit Herdgitter sichern
  • Steckdosen sichern
  • Nach Möglichkeit Herde und Backöfen mit integrierter Kindersicherung kaufen (insbesondere wenn Ihr einen Gasherd habt) 
  • Elektrische Küchengeräte und Putzmittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren

Wie bereits erwähnt, lauern auch im Badezimmer unzählige Gefahrenquellen, die Ihr mit wenig Aufwand beseitigen könnt. 

  • Das wichtigste voran: Euer Kind nie alleine im Bad lassen und erst recht nicht in einer (halb-)vollen Badewanne
  • Anti-Rutsch-Matten kaufen (auch für die Badewanne)
  • Infektionsquellen beseitigen oder außerhalb der Reichweite Eurer Kinder aufbewahren (bspw. Mülleimer, Toilettenbürste, etc.)
  • Armaturen mit einem Temperaturregler ausstatten
  • Badewannen und Spülbecken mit Überlaufschutz
  • Steckdosen sichern
  • Schanktüren und Schubladen sichern
  • Elektrogeräte außerhalb der Reichweite der Kinder aufbewahren, vor allem während des Badevorgangs
  • Chemische Substanzen wie Schampoo, Duschgel oder Reinigungsmittel wegsperren 
  • Hygieneartikel wie Nagelschere, Nagelfeile, Rasierer, Wattestäbchen, etc. müssen unerreichbar gelagert werden
  • Allgemein darauf achten, dass keine verschluckbaren Kleinteil in Reichweite sind

Im folgenden Video findet ihr weitere Gefahrenquellen und geeignete Maßnahmen, wie diese abgestellt werden können:

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Wie verhalte ich mich bei einem Unfall?

Haltet Ihr Euch konsequent an die oben aufgeführten Maßnahmen und habt jederzeit ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein, dann könnt Ihr die allermeisten Unfälle abwenden bzw. deren Auswirkungen minimieren. Dennoch werden sich Unfälle nie komplett vermeiden lassen. Fakt ist, dass mit jedem Stolperer oder Wehwehchen auch ein Lernprozess einhergeht und dadurch Euer Kind für die Zukunft vorbereitet wird. Das Wichtigste ist allerdings, dass durch die Unfälle keine bleibenden Schäden hinterlassen. 

Zu guter Letzt möchten wir noch erwähnen, dass jede noch so kleine Wunde fachgerecht und ausreichend versorgt werden muss. Bei kleinere Blessuren reicht meist eine Säuberung der Wunde in Kombination mit einem Pflaster. Sind die Verletzungen größer, dann gilt es zunächst Ruhe zu bewahren und mit gesundem Menschenverstand abwägen, ob Ihr einen Arzt aufsuchen oder gar rufen müsst.
Ihr werdet es an Eurem eigenen Kind sehen, dass Kinder sehr wiederstandsfähig sind und Verletzungen meist wesentlich besser wegstecken können, als wir Erwachsene 🙂    

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